Ich bin durch Zufall auf das Buch “HypnoBirthing” gestoßen und war sofort begeistert. Ich habe jede Zeile verschlungen und wollte unbedingt einen Kurs machen…Mein Mann begleitete mich als Geburtsbegleiter und hat von den Stunden mit Cindy sehr profitiert. Von Cindy erfuhren wir viel über den (positiven) Ablauf von Geburten und das gab uns beiden Sicherheit. Besonders für meinen Mann war es hilfreich, da er nicht so viel darüber las und so erfuhr er alles face-to-face von einer erfahrenen Hebamme, konnte Fragen stellen usw. Er beschäftigte sich dadurch intensiv mit der Materie (ich ja sowieso) und sah der Geburt positiver entgegen. Er sah sie als etwas Normales und nicht als Stress an. Und das war besonders wichtig, da ich eine HAUSGEBURT plante!
Ich muss gestehen, dass ich die Regenbogenentspannung nach anfänglichem Enthusiasmus zwischenzeitlich nicht viel zu Hause geübt hatte, sondern nur noch gelegentlich… Ich hatte mich dann mit anderen Dingen beschäftigt, z.B. mit der “Optimierung der Geburtslage” (ein sehr empfehlenswertes kleines Büchlein), Akupunktur und -pressur, Homöopathie, ätherischen Düften, Tees, Sitzbädern usw. Ich tat alles, um mich optimal auf die Geburt vorzubereiten.
Nun zur Geburt: Ich hatte meine Hausgeburt und kann mir nichts Schöneres und Natürlicheres vorstellen! Es war das Beste, was ich machen konnte! Ich hatte keine Sekunde Angst oder war irgendwie unsicher, es hat sich immer selbstverständlich angefühlt. Ich hatte mir vorher noch die Option offen gehalten, doch ins Geburtshaus zu fahren, falls ich mich unsicher fühlen sollte, doch das war nicht nötig. Da es meine erste Geburt war, war ich war mir lange (ca. 3 Std.) gar nicht sicher, ob das jetzt die Geburt sein sollte. Es fühlte sich anfangs an wie die üblichen Senkwehen oder eine Magenverstimmung (ich ging bei jeder Wehe auf die Toilette). Die Abstände wurden schnell kürzer zwischen den Wehen und als ich meiner Hebamme nach ca. 3 Std. Bescheid sagte, waren es schon 4-minütige Abstände. Aber es fühlte sich immer noch human an und ich ging die ganze Zeit meinen häuslichen Tätigkeiten nach- kochte Suppe, wusch Wäsche und tanzte später auf Rock´n Roll und Jazz, hörte die Regenbogenentspannungs-CD. Als die Hebamme ca. 5 Std. nach Geburtsbeginn kam, war ich schon vollständig eröffnet und sie meinte, ich habe auch schon “gepresst”. Die anschließende “Pressphase” bis zur Geburt unserer Tochter (weitere 2,5 Std.) war schmerzhaft, aber sie kam mir sehr kurzweilig vor und HypnoBirthing half mir, die Schmerzen als etwas positives wahrzunehmen, sie willkommen zu heißen – denn sie brachten mich ja meinem Kind näher und waren deshalb etwas Gutes. HypnoBirthing half mir auch, mich zu entspannen. Die Atemtechniken usw. wand ich während der Geburt nicht an, ich konzentrierte mich einfach nur auf die Geburt und alles Gequatsche oder Cds hätten mich genervt. Nach der Geburt war ich voller Energie und war überrascht, dass es das jetzt schon gewesen sein soll?! Ich hatte in meinem Leben schon anstrengendere sportliche Tätigkeiten hinter mir…
Rückblickend hat mir HypnoBirthing auch vor der Geburt schon das nötige Selbstvertrauen und -bewusstein gegeben, mich überhaupt an eine Hausgeburt heran zu wagen. Denn ich gewann die Überzeugung, dass Geburt etwas völlig natürliches ist und unsere Körper dazu gemacht sind, zu gebären!

Klara & Andi

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